Geschichte der Border-Terrier

Der Ursprung des Border Terriers liegt in der rauhen Hügellandschaft entlang der schottisch-englischen Grenze. Er hat vermutlich die gleichen Vorfahren wie andere Terrierrassen die auch aus dieser Gegend stammten (u.a. Lakeland Terrier). Aus der Literatur ist bekannt, dass es im Border Country ungefähr seit Mitte des 13. Jahrhunderts terrierartige Hunde gegeben hat, die bereits in gleicher Weise wie die Border Terrier eingesetzt wurden. Der Border Terrier ist aus lokalen Schlägen von Arbeitsterriern hervor gegangen. Diese Hunde waren unter verschiedenen regionalen Bezeichnungen bekannt.

Meist wurde dieser Name von der Graftschaft, dem Schloß usw. abgeleitet, in dem sie gezüchtet wurden. Erst ab ca. 1880 bürgerte sich der heutige Name ein. Weiträumige Bekanntheit erlangte die Rasse im 20. Jahrhundert durch den Einsatz in sehr bekannten Parforcemeuten. Diese Meuten aus Fox- oder Otterhound waren angewiesen auf unempfindliche Terrier, die den Meuten und Pferden über lange Strecken folgen konnten. Die Terrier mussten verträglich mit Artgenossen sein und gleichzeitig Raubzeugschärfe besitzen. Den alten Züchtern war ausschließlich an einem Terrier gelegen, der zur Jagd in dem zerklüfteten Gelände ihrer Heimat optimal geeignet war.

Ab etwa 1870 tauchten die ersten Border Terrier in Arbeitsklassen auf Land­wirt­schafts­ausstellungen auf. Die offizielle Anerkennung der Rasse erfolgte 1920. Die Zucht in Deutschland begann in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Leider findet der Border Terrier heute nicht mehr häufig Verwendung als Jagdhund. Das ist sehr schade, denn diese kleinen Kerle legen Schneid und Zähigkeit an den Tag, die man ihnen kaum zutraut. Hier werden Border Terrier inzwischen auch erfolg­reich auf Bewegungsjagden auf Schalenwild, insbesondere Schwarzwild, als auch bei Nachsuchen eingesetzt. Da in Grossbritannien nicht auf Laut selektiert wurde, sind Border Terrier selten spurlaut. Sichtlaut ist aber meist vorhanden. Auch Tot­ver­beller aus Anlage sind bekannt.

Meist zeigen diese Hunde ihre jagdlichen Qualitäten erst wenn sie über ein Jahr alt sind. Border Terrier sind Spätentwickler, sehr sensibel und vielleicht die am leichtesten zu ruinierende Terrierrasse. Durch falsche Behand­lung, zu frühe und harte Ausbildung sind sie leicht zu verderben.Mit Geduld und Einfühlsamkeit erzogen dürfte der Border jedoch der führigste aller zur Baujagd gezüchteten Erdhundrassen sein. Ausserdem gelten Border Terrier als eine der geselligsten und artverträglichsten Terrierrassen überhaupt.Der Border Terrier ist in der Regel ein sehr familienfreundlicher Hund mit Jagdtrieb und manchmal etwas stur. Da er sehr vielseitig ist, kann man ihn für viele Zwecke ausbilden und einsetzen ( Fährtenarbeit, Agility, Rettungshund, Therapie usw. ), er macht aus jeder Situation das Beste. Am glücklichsten sind diese Hunde aber sicher wenn sie tun dürfen wofür sie geboren sind, nämlich jagen!


Der Border Terrier ist ein eher unspektakulärer kleiner Hund, immer rauhaarig in den Farben rot, graumeliert, graumeliert mit Loh oder Blau mit Loh. Seine Schulterhöhe liegt meist zwischen 32 und 36 cm. Das rauhe Fell sollte etwa zweimal im Jahr von Hand gezupft werden, sonst wird es unansehnlich und haart mächtig. Ansonsten sollte gelegentlich übergebürstet werden.Gezüchtet wird der Border Terrier im Klub für Terrier (VDH). Vom JGHV (Jagdgebrauchshundverband) ist die Rasse zur Zeit nicht anerkannt, Verhandlungen diesbezüglich laufen.